Über Lina

Hallo ich bin Lina aus Heidenau,

am 27. Mai 2011 hatte ich es ganz eilig auf die Welt zukommen, reichlich 7 Wochen zu früh. Leider hatte mein Frühstart ins Leben per Notkaiserschnitt keine Vorteile. Ich musste reanimiert werden und bekam einen großen Schlauch zum Atmen. Meine ersten Lebenswochen verbrachte ich auf der ITS der Uniklinik Dresden. Dabei stellten die Ärzte schon früh fest, dass meine Frühgeburt und der Sauerstoffmangel mir nicht gut taten. Ich hatte Gehirnblutungen 2.Grades, erlitt Krampfanfälle, mein Schlucken funktionierte nicht richtig und meine Arme und Beine zappelten auch nicht so wie sie sollen. Mal schossen Bewegungen nur so ein, dass es ganz toll weh tat und dann wieder lag ich vollkommen schlapp in meinem Inkubator. Reaktionen auf Reize kamen auch nicht so, wie es sich die Ärzte erhofft hatten. Viele Ihrer Prognosen für mich klangen nicht sonderlich toll. Eben jene Ärzte musste meiner Mama vor ein paar Jahren schon einmal eine schlimme Nachricht überbringen. Mein großer Bruder hatte es bei seiner Geburt auch nicht leicht und so mussten die Ärzte meinen Eltern damals letztendlich sagen, dass sich bei seiner Geburt die Nabelschnur um seinen Hals gelegt und er es nicht “geschafft” hatte.

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Ganz bald ging es dann mit meiner Mama nach Kreischa zur Frühreha. Auch mein Papa kam nach der Arbeit immer nach uns schauen, was wir beiden da alles so üben. Mein Therapieplan war gefüllt mit täglicher Physiotherapie, 4 mal wöchentlich Schlucktraining und weiteren Diagnostiken. Weil mein Nahrungsaufbau zu schleppend voran ging und ich mich immer ganz toll verschluckte, bekam ich dann eine PEG-Sonde über einen kleinen Schlauch in meinen Bauch. Nach 13 Wochen ging es mit ganz vielen Hilfsmitteln nach Hause. Dort lernte ich dann auch die ganze Familie und die vielen lieben Freunde meiner Eltern kennen.

Das Jahr 2012 sollte nicht mein Jahr werden. Vor allem mit meinen epileptischen Anfällen hatten meine Eltern sehr zu kämpfen. Durch verschiedene Therapieansätze wurde ich aber trotzdem wacher und aufmerksamer und hatte mit der Zeit auch keinen so heftigen Anfälle mehr. Auch der Aufenthalt in der Epilepsieklinik „Klein Wachau“ in Radeberg mit meinen Eltern führten dazu, dass ich in diesem Jahr sogar zum größten Teil ganz anfallfrei geblieben bin. Außerdem greife ich inzwischen gelegentlich nach Spielzeug und es gelingt mir meine Mama zu fixieren. Essen klappt immer noch nicht so gut. Für die Menge eines Fruchtzwerges brauche ich reichlich 2 Stunden. Wenn meine  Eltern mit mir Quatsch machen kann ich mich auch mal zu einem Lächeln hinreißen lassen.

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Seit August geht Mama auch wieder arbeiten und Papa fährt mich früh immer in den heilpädagogischen Kindergarten nach Pirna zu den ganzen Kindern und meinem lieben Erzieher Rico. Es hat gar nicht lang gedauert, da haben mich auch meine ganzen Therapeuten dort gefunden. Mein aktueller Therapieplan sieht 3 mal Physiotherapie und 3 mal Logopädie pro Woche vor und 2 mal Seh-und Hörfrühförderung, so viel Zeit zum Spielen hab ich also leider gar nicht. Mir fällt es mit meinen 2 Jahren schwer den Kopf zuhalten, aufgrund einer Muskelspannungsstörung gelingt es mir auch nicht so gut mich zu bewegen.

Um meiner Entwicklung einmal einen richtigen Schub zu geben, wünschen sich meine Eltern eine Delfintherapie für mich. Delfine und die Therapie mit Ihnen ermöglichen besonderen Kindern wie mir, oft den nächsten Meilenstein zu erreichen – also z. B. den Kopf allein zu halten. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse leider nicht und meinen Eltern ist es nicht möglich die Therapie selbst zu finanzieren, da wir Anfang nächsten Jahres z. B. auch ein größeres Auto brauchen. Meine Eltern arbeiten als Physiotherapeuten und haben schon vielen Menschen geholfen. Jetzt wünschen sie sich ein wenig Hilfe für mich.

Papa            Mama